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Georges-Anawati-Stiftung 
mit „Feri Stiftungspreis“ ausgezeichnet

Von Fürstenberg dankt für Unterstützung des christlich-islamischen Dialogs
Düsseldorf/Bad Homburg
 
Die Georges-Anawati-Stiftung, die die Förderung des friedlichen Miteinanders von Christen und Muslimen als Stiftungsziel hat, ist mit dem erstmals verliehenen „Feri Stiftungspreis“ ausgezeichnet worden. Der Vorsitzende des Stiftungsrates, Dietger Freiherr von Fürstenberg, der die Stiftung im Jahr 2000 ins Leben gerufen hat, erklärte dazu, am Donnerstag, 17. November, in Rüthen, die Preisverleihung habe ihn in seiner Überzeugung bestätigt, dass die Verständigung und die Zusammenarbeit von Menschen muslimischer und christlicher Tradition zu den zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart gehört. Diese Überzeugung habe ihn im Jahr 2000 zur Gründung der Stiftung motiviert. 

Verantwortung für den Wandel der Gesellschaft
Deshalb dankte er der Feri Finance AG mit Sitz in Bad Homburg für die mit dem Stiftungspreis verbundene Anerkennung und Förderung der Stiftungsziele. Der Preis, der mit 25.000,- Euro dotiert ist, wurde am 10. November 2005 in der Berliner Akademie der Künste unter der Schirmherrschaft des früheren Bundesbankpräsidenten Prof. Dr. Hans Tietmeyer, übergeben. Wie der Vorstandssprecher der Feri Finance AG, Michael Stammler, dabei erklärte, gehören Stiftungen zu den wichtigsten Instrumenten, mit denen Privatleute die Gesellschaft verändern könnten.. „Durch ihr Engagement für das friedliche Aufeinandertreffen unterschiedlicher Glaubens- und Wertvorstellungen ist es der Georges-Anawati-Stiftung im besonderen Maß gelungen, der Verantwortung für den Wandel der Gesellschaft gerecht zu werden“, unterstrich er. 

180 private Stiftungen bewarben sich
Für den Feri Stiftungspreis hatten sich nach seinen Angaben 180 private Stiftungen beworben. „Wir sind überwältigt von der Resonanz und der Ideenvielfalt, mit der sich Privatpersonen sozial engagieren“, erklärte Stammler weiter. Bei der Konzeption des Preises wurde das Unternehmen, das private und institutionelle Vermögen betreut, vom Maecenata-Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft an der Berliner Humboldt-Universität unterstützt. Der Direktor des Instituts, Rupert Graf Strachwitz, betonte bei der Preisverleihung, der Feri Stiftungspreis sei eine hervorragende neue Möglichkeit, um auf ganz unterschiedliche Formen bürgerschaftlichen Engagements aufmerksam zu machen und für weitere Initiativen Impulse zu geben. Die Stiftungen, die sich für den Preis bewarben, mussten folgende Voraussetzungen erfüllen: eine neuartige Zielsetzung und Ausgestaltung, die Gründung im Jahr 2000 oder später, ein maximales Stiftungsvermögen von fünf Millionen Euro, Sitz in Deutschland und Gründung durch Privatpersonen. 

Georges Anawati, ein Pionier des christlich-islamischen Dialogs
Von den 180 Bewerbern waren sechs in die engere Auswahl gelangt, die in Berlin ihren jeweiligen Stiftungszweck, - insbesondere die Förderung wissenschaftlicher, kultureller und sozialer Projekte - vorstellten. Die Georges-Anwati-Stiftung wurde dabei vom stellvertretenden Vorsitzenden des Stiftungsrates, Abt em. Stephan Schroer OSB, Altabt des Benediktinerklosters Königsmünster in Meschede, vertreten. Die Stiftung mit Sitz in Düsseldorf ist nach dem Dominikanerpater Georges Anawati OP (1905-1994) benannt, der in Kairo das Institut der Dominikaner für orientalische Studien (IDEO) leitete und zu den Pionieren des christlich-islamischen Dialogs gehört. Im September 2005 stellte sich die Stiftung, die zahlreiche Projekte christlich-islamischer Verständigung finanziell und ideell fördert, mit einer Tagung in Frankfurt am Main zur Ausbildung von Imamen in Deutschland erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vor. Vorstand und Stiftungsrat traten dabei für die Möglichkeit der Imam-Ausbildung an den staatlichen Universitäten ein. 

Im Namen der Georges-Anawati-Stiftung
Jürgen Strickstrock
Bodenheim, 17. November 2005

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