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Die Georges-Anawati-Stiftung

Förderung des interreligiösen Dialogs und der friedlichen Begegnung von Christen und Muslimen in Deutschland

 

 

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Pax-Bank-Preis an Nevfel Cumart

Am 20. Mai wurde in Düsseldorf der diesjährige mit 2500 Euro dotierte Pax-Bank-Preis an Nevfel Cumart verliehen.

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Kneer_cover

Neuerscheinung

 

Mohamed Aziz Lahbabi: Der Mensch: Zeuge Gottes

Entwurf einer islamischen Anthropologie. Ausgewählt, übersetzt und kommentiert von Markus Kneer

 

Herder 2011

220 Seiten

ISBN 978-3-451-30346-3

19,95 € (Bestellungen über den Buchhandel)

 

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Preise des Essay-Wettbewerbs der Georges-Anawati-Stiftung verliehen

  

Am 5. März 2011 wurden in Stuttgart junge Nachwuchswissenschaftler im Rahmen einer Fachtagung des Theologischen Forums Christentum – Islam an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit Preisen eines Essay-Wettbewerbs ausgezeichnet. Die Preise sind mit 500 und 250 Euro dotiert.
Mit dem ersten Preis wurde Ulrike Qubaja („Versicherheitlichung von Muslimen in Deutschland“) ausgezeichnet, der zweite Preis wurde zweimal vergeben an Chalid M. El-Heliebi („Kulturelle Pluralität und Differenzierung“) und an Kornelius Heering („Der Begriff der Absicht in der islamischen und christlichen Sichtweise“).
Heinz Klautke, Oberkirchenrat i. R., überreichte im Namen der Georges-Anawati-Stiftung die Preise. Er würdigte die Aktualität der prämierten Essays: „Das Aufnehmen der Migrations- und Integrationsdebatte in gleich zwei prämierten Essays finde ich bemerkenswert und schon an sich preiswürdig.“

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GAS10 Jahre Georges-Anawati-Stiftung 

 

Am 12. Oktober 2010 feierte die Georges-Anawati-Stiftung in Köln ihr zehnjähriges Bestehen. Der CDU-Politiker Armin Laschet ehrte die Stiftung durch einen Beitraq, in dem er seine Erfahrungen als erster Integrationsminister in Deutschland schilderte. Er warnte davor, in der aktuellen Debatte die Religion für Defizite in der Integration verantwortlich zu machen.
Den Festvortrag hielt der Schriftsteller Zafer Șenocak, der sehr eindrücklich mit Bezug auf die Geschichte der eigenen Familie von seinen „Erfahrungen aus dem Land hinter den Buchstaben“ erzählte. Auch er warnte vor einem vereinfachenden Schwarz-Weiß-Denken im Umgang mit Muslimen und dem Islam.

Der Stifter Dietger Freiherr von Fürstenberg, erläuterte in seiner Begrüßung, was ihn vor zehn Jahren veranlasst hatte, die Stiftung zu gründen. Im abschließenden Dankeswort blickte der Vorsitzende der Stiftung Dr. Gregor Freiherr von Fürstenberg auf zehn Jahre erfolgreicher Arbeit zurück und stellte gerade angesichts der aktuellen Integrationsdebatte in Deutschland die bleibenden Aufgaben und Herausforderungen für die Stiftung heraus.

 

Pressestimmen: Kölnische Rundschau  Katholische Nachrichtenagentur  Presseamt des Erzbistums Köln

 


Aus Anlass des Jubiläums hat die Stiftung zwei Bücher herausgegeben: 

 

 

georges_anawati

Jean-Jacques Pérennès: Georges Anawati (1905-1994)

Ein ägyptischer Christ und das Geheimnis des Islam.

Herder 2010
ISBN 978-3-451-30379-1

19,95 € (Bestellungen über den Buchhandel) 

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Nostra_aetateHans Vöcking (Hg): Nostra Aetate und die Muslime

Eine Dokumentation

Herder 2010

ISBN 978-3-451-30391-3

12,95 € (Bestellungen über den Buchhandel)

 

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Pax-Bank-Preis 2010 an Margret Bretzel verliehen

Margret Bretzel vom Orden der Scalabrinerinnen wurde am 06. September 2010 in Essen mit dem Pax-Bank-Preis 2010 ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung wurde ihre „grenzüberschreitende Jugendarbeit in der Migration“ gewürdigt. Pater Hans Vöcking hob in seiner Laudatio die großartige und engagierte Arbeit von Margret Bretzel hervor, die sich entschieden für die Begegnung und Verständigung von Menschen mit unterschiedlicher kultureller und religiöser Prägung einsetzt.

Auch der Essener Weihbischof Franz Vorrath würdigte die Arbeit von Margret Bretzel, die durch ihre Tätigkeit entscheidend zu einem friedlichen Miteinander von Christen und Muslimen beiträgt und damit eine Aufgabe wahrnimmt, „die in die Mitte der christlichen Weltverantwortung gehört und ein zentraler Beitrag ist, den wir als Christen heute für Frieden und Gerechtigkeit leisten können.“

 

Grußwort von Weihbischof Franz Vorrath

Laudatio von Pater Hans Vöcking

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Eine heftige Debatte über Integration ist in Deutschland entbrannt. Viele melden sich zu Wort, um mit Pauschalurteilen Menschen, besonders Muslime, in unserem Land zu diffamieren und zu verleumden.
Auch wenn Versäumnisse, Fehler und Untätigkeit in der Integrationspolitik zu beklagen sind, kann der Einsatz von vielen Initiativen auf Erfolge bei der Integration verweisen. Die Georges-Anawati-Stiftung fördert seit ihrer Gründung vor zehn Jahren solche Initiativen. Der Band 5 der Schriftenreihe der Stiftung "Dialog im Leben" zeigt ein eindrucksvolles Beispiel eines Engagements.
Zur Debatte über die Äußerungen von Thilo Sarrazin schließt sich die Georges Anawati-Stifungder Erklärung des Präsidenten des ZdK, Alois Glück, an.
"Das Menschenbild von Thilo Sarrazin und seine Thesen treffen uns alle und fordern unseren entschiedenen Widerspruch. Unsere freiheitliche Demokratie ermöglicht solche Meinungsäußerungen, sie sind aber im Stil und Inhalt ein Spiel mit den Ängsten und geistige Brandstiftung. Deshalb ist Widerstand und Auseinandersetzung notwendig. Von seinen Positionen sind nicht nur die Migranten betroffen, sein Menschenbild trifft uns alle. Es stellt die Grundlagen unserer humanen Gesellschaft infrage.
Die Basis der Argumentation von Sarrazin ist das Erbgut, eine Reduzierung des Menschen auf seine Biologie. Danach werden sie in erwünschte und unerwünschte, brauchbare und unbrauchbare sortiert. Solches Denken war und ist die Grundlage eugenischer Debatten mit einer eigenen Dynamik, bis hin zu den Euthanasieprogrammen. Als Christen sind wir besonders herausgefordert, solchem Denken entschieden Widerstand zu leisten und die Folgen solcher Werturteile zu benennen.
Die Einlassungen von Herrn Sarrazin sind für die Integration nicht hilfreich sondern sie wirken polarisierend und erschweren damit die Aufgabe. Jeder realistisch denkende Beobachter weiß, dass es gravierende Integrationsprobleme insbesondere bei einem Teil der Migranten muslimischen Glaubens gibt, die aus wenig entwickelten Gegenden kommen. Dies ist kein Tabu, das durch Provokationen erst aufgebrochen werden müsste. Es ist aber unerträglich, durch eine solche Argumentation praktisch alle Muslime zu diffamieren.
Unerträglich ist auch, dass Sarrazin die vom Staat zugewiesene institutionelle Aufgabe als Mitglied des Vorstands der Bundesbank nutzt, um seinen privaten Überzeugungen öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen. Mit seiner Sprache und seinem Denken ist er ein Wegbereiter rechtspopulistischer und rechtsradikaler Strömungen, wie wir sie in einigen unseren Nachbarländern in Wahlkämpfen, in der Parteienlandschaft und in den Auswirkungen auf die politische Handlungsfähigkeit dieser Demokratien mit Schrecken beobachten."

 

 

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Pax_Bank_2009Neuerscheinung

Dialog im Leben. Pax-Bank-Preis 2009

 

Grupello Verlag 2010

76 Seiten

ISBN 978-3-89978-142-7

8,90 € (Bestellungen über den Buchhandel)

 

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Islamwissenschaftler Abu Zaid gestorben

Der ägyptische Islamwissenschaftler Nasr Hamid Abu Zaid ist im Alter von 66 Jahren am 05. Juli 2010 in Kairo gestorben.
Abu Zaid hat mit seinen Büchern und Vorträgen in den letzten Jahrzehnten einen wichtigen islamwissenschaftlichen Beitrag geleistet und dem christlich-islamischen Dialog wertvolle Impulse gegeben. Er arbeitete als Literaturwissenschaftler an der Universität Kairo. Wegen seiner kritischen Analysen zur muslimischen Auslegung wurde er scharf angegriffen. Nach seiner „Zwangsscheidung“ lebte er seit 1995 im Exil in den Niederlanden. Dort lehrte er zunächst Islamwissenschaften an der Universität Leiden, seit 2004 hatte er den Ibn-Rushd Lehrstuhl für Humanismus und Islam in Utrecht inne.
Nach Abu Zaid reflektiert der Koran eine unaufhörliche Begegnung zwischen Gott und Mensch. Diesen kommunikativen Prozess erhellt Abu Zaid mit modernen hermeneutischen Ansätzen. In der Buchreihe der Georges-Anawati-Stiftung erschien 2008 sein Buch „Gottes Menschenwort. Für ein humanistische Verständnis des Koran“
 

 

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Amirpur_unterwegsNeuerscheinung

Unterwegs zu einem anderen Islam - Texte iranischer Denker

Ausgewählt, übersetzt und kommentiert von Katajun Amirpur
Herder 2009
180 Seiten
ISBN 978-3-451-30309-8 

16,95 € (Bestellungen über den Buchhandel)


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Unser Spendenkonto

Anawati-Stiftung
Konto 29 000 018
Pax-Bank eG Köln
BLZ 370 601 93
 

Die Stiftung aktuell

Neue Kooperation
28.01.11 - Die Georges-Anawati-Stiftung und die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar haben gemeinsam ein "Institut für interkulturelle und interreligiöse Begegnung" gegründet.

Pax-Bank-Preis 2011
28.01.11 - Die Verleihung des Pax-Bank-Preises 2011 findet am 20.05.2011 statt.

Jahresbericht 2010
28.01.11 - Die Georges-Anawati-Stiftung legt den Jahresbericht 2010 vor.

"Gottes Menschenwort" - 2. Aufl.
29.07.10 - Nach dem Tod von Abu Zaid ist die Nachfrage nach seinem Buch "Gottes Menschenwort" gestiegen.

 
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