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Die Georges-Anawati-Stiftung

Förderung des interreligiösen Dialogs und der friedlichen Begegnung von Christen und Muslimen in Deutschland

 

 

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Zunehmende Islam- und Muslimenfeindlichkeit in Deutschland - Erklärung der Georges-Anawati-Stiftung

 

Die in der letzten Zeit sich ausbreitende Islam- und Muslimenfeindlichkeit erfüllt uns als Georges-Anawati-Stiftung mit großer Besorgnis. Als Stiftung sind wir der Förderung des wechselseitigen Verständnisses von Menschen verschiedener kultureller und religiöser Traditionen, besonders zwischen Christen und Muslimen verpflichtet. Die Georges-Anawati-Stiftung ruft dazu auf, einen offenen und ehrlichen Dialog zu suchen und der zunehmenden Islam- und Muslimenfeindlichkeit entgegenzutreten.
Die Erklärung finden Sie hier.

 

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Verleihung des Pax-Bank-Preises 2016 an Juniorprofessor Dr. Tobias Specker SJ

Specker_Schraudner23_6_2016Dr.Klaus Schraudner, Vorsitzender des Vorstandes der Pax-Bank (auf dem Foto rechts), überreichte anlässlich einer Einladung zum Fastenbrechen in der Katholischen Akademie in Berlin am 23.6.2016 den diesjährigen Pax-Bank-Preis, der mit 2500 € dotiert ist. Die Preisträger werden im Zusammenwirken mit der Georges-Anawati-Stiftung bestimmt. Dr. Konrad von Bonin, Mitglied im Stiftungsrat der Georges-Anawati-Stiftung, dankte in seinem Grußwort der Pax-Bank für die Bereitschaft, auch innovative und auf Hoffnung hin ausgerichtete Projekte im interkulturellen und interreligiösen Dialog auszuzeichnen.
Mit der Verleihung des Pax-Bank-Preises 2016 an Juniorprofessor Dr. Tobias Specker, SJ, den ersten Inhaber des neu geschaffenen Lehrstuhls „Katholische Theologie im Angesicht des Islam“ an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen Frankfurt/Main, wird zum einen eine im christlich-islamischen Dialog wertgeschätzte Persönlichkeit geehrt und zum anderen das Anliegen, dem christlich-islamischen Dialog eine neue Qualität zu geben, unterstützt. Die Juniorprofessorin Dr. Armina Omerika, Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam an der Universität Frankfurt am Main, wies in ihrer Laudatio auf die Chancen hin, die sich mit der neuen Stiftungsprofessur an der Hochschule St. Georgen und seinem ersten Inhaber für die in Deutschland neue epistemische Gemeinschaft in Forschung und Lehre des christlich-islamischen Dialoges eröffnen. Die neue Qualität im interreligiösen Dialog zeige sich gerade bei der Betrachtung der Unterschiede. Die Unterscheidbarkeit eröffne eine Verbundenheit, die Fülle des anderen mache auch das Eigene sichtbar.
Der Preisträger griff in seinem Dankeswort die Einladung zum Dialog auf. Er hoffe auf eine kreative Beunruhigung in den inzwischen unerlässlich gewordenen Dialogen zwischen den Religionen. Insofern sei der diesjährige Pax-Bank-Preis für interkulturelle und interreligiöse Verständigung ein Preis der Hoffnung.

Konrad Hahn, Wissenschaftlicher Beirat der Georges Anawati Stiftung 

 

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Keine Gewalt im Namen Gottes! Christen und Muslime als Anwälte für den Frieden


Der beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) bestehende Gesprächskreis "Christen und Muslime" hat die Erklärung "Keine Gewalt im Namen Gottes! Christen und Muslime als Anwälte für den Frieden" veröffentlicht. Die Mitglieder des Kreises, namhafte Christinnen und Christen sowie Musliminnen und Muslime, unterstreichen in der Erklärung das Friedenspotential ihrer Religionen. Sie sprechen sich entschieden gegen den Missbrauch ihrer Religionen und gegen die Legitimation von Gewalt im "Namen Gottes" durch radikale Fundamentalisten und Extremisten aus. Gemeinsam zeigen sie auf, dass sowohl Christentum als auch Islam für Gerechtigkeit, das Wohl der Gemeinschaft, für die Schöpfung und den Frieden eintreten.
Hier die Veröffentlichung. 

 

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Georges-Anawati-Stiftung ehrt Nachwuchswissenschaftler mit Preis für herausragende Essays zum christlich-islamischen Dialog

Am Samstag, den 5. März 2016, verleiht die Georges-Anawati Stiftung im Rahmen einer Fachtagung des Theologischen Forums Christentum–Islam an der Akademie Rottenburg-Stuttgart drei Preise an Nachwuchswissenschaftler, die sich in herausragenden Essays mit dem christlich-islamischen Dialog befasst haben.
Mit dem ersten Preis (dotiert mit 500 Euro) ausgezeichnet wird Frau Amrei Sander für ihren Essay „Berührungspunkte feministischer islamischer und christlicher Theologie“, der zweite Preis (dotiert mit 300 Euro) geht an Frau Gudrun Becker für ihren Essay „Gott in Fremdem? Die Erfahrung von Fremdheit im interreligiösen Dialog“. Der dritte Preis (dotiert mit 200 Euro) wird Herrn Richard Mathieu verliehen für seinen Essay „Möglichkeiten und Grenzen interreligiöser Bioethik Diskursethische Überlegungen zum christlich-islamischen Dialog.“

Die Laudatio im Namen der Georges-Anawati-Stiftung hält der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirates Pfarrer Konrad Hahn.

 

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Tagung zum Thema "Flüchtlinge"

 

Die katholische Akademie "Die Wolfsburg" lädt gemeinsam mit der Georges-Anawati-Stiftung zu einer Tagung am 03. Mai 2016 nach Essen ein. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

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Verleihung des Pax-Bank Preises an Talat Kamran, Leiter des Mannheimer Institutes für Integration und Interreligiösen Dialog

Am Freitag, 10. Juli 2015 wird in Katholische Akademie in Berlin der diesjährige Pax-Bank-Preis an Talat Kamran, Leiter des Mannheimer Institutes für Integration und Interreligiösen Dialog verliehen. Die Ehrung findet statt im Rahmen eines Iftar-Essens, zu dem der Diözesanadministrator des Erzbistums Berlin, Prälat Tobias Przytarski, einlädt.

Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wird von der Pax-Bank für besondere Verdienste um interreligiöse und interkulturelle Verständigung verliehen.
Den Festvortrag hält Dr. Abdelmalek Hibaoui vom Zentrum für Islamische Theologie der Universität Tübingen zum Thema „Islamische Seelsorge in Deutschland – eine Aufgabe im Werden“. Die Laudatio übernimmt Joachim von Bonin von der Georges-Anawati-Stiftung.

Eine Zusammenfassung des Festvortrags finden Sie hier.

 

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hamdan_cover978-3-451-33564-8_1130pBand 13 der Georges-Anawati-Schriftenreihe erschienen

 

Hussein Hamdan: Der christlich-islamische Dialog der Azhar-Universität

Herder 2014 - 347 Seiten ISBN 978-3-451-33564-8

36 € (Bestellungen über den Buchhandel

 

Die Azhar-Universität in Kairo ist die größte islamische Einrichtung weltweit und hat eine tausendjährige Tradition. Aufgrund ihrer Autorität ist es für Muslime und Christen durchaus bedeutsam, welche Position die sunnitische al-Azhar im christlich-islamischen Dialog einnimmt.
Hussein Hamdan geht der Dialoghaltung der Universität seit den 1930er Jahren nach und dokumentiert die wichtigen Stationen ihres Dialogs mit christlichen Institutionen bis heute, vor allem das bisweilen schwierige Verhältnis zum Vatikan.

 

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Pater Christian Troll SJ: Islamischer Staat - Herausforderung für islamische Theologie

Die Diskussion um „Gewalt und Islam“ ist besonders durch den Terror des sog. „Islamischen Staates“ neu entfacht worden. Zahlreiche Muslime in islamischen Organisationen haben den Terror und die Gewalt verurteilt.
Pater Christian W. Troll sieht allerdings eine tiefer gehende Herausforderung für die islamische Theologie, sich mit religiös motivierter Gewalt auseinanderzusetzen.
Hier der Artikel von Pater Troll

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Gegen den Terror der Dschihadisten im Irak und Solidarität mit den Opfern und Verfolgten!

Mit Schrecken und Bestürzung nehmen wir, im Dialog engagierte Christen und Muslime, den Terror wahr, den die Dschihadisten des sogenannten „Islamischen Staates“ verbreiten. Wir sind entsetzt über die immer wieder neuen Nachrichten von grausamen Hinrichtungen, Versklavungen und Vergewaltigung von Frauen und Mädchen und anderen abscheulichen Gewalttaten. Christen und andere religiöse Minderheiten sowie alle, die nicht das Verständnis von Religion und Politik der Dschihadisten teilen, werden blutig verfolgt und ausgerottet. Vor den terroristischen Banden sind Hunderttausende Menschen auf der Flucht, denen das Nötigste zum Leben fehlt.
Auch wir verurteilen - wie bereits andere Organisationen und Persönlichkeiten auch - diesen Terror unmissverständlich und fordern eine tatkräftige, internationale Solidarität mit den Flüchtlingen. Wir rufen die Regierenden auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um dem Morden Einhalt zu gebieten und humanitäre Hilfe zu leisten.
Als im interreligiösen Dialog engagierte Christen und Muslime verurteilen wir ohne Einschränkung ein Verständnis von Religion, in deren Namen gemordet und vergewaltigt wird. Wer im Namen Gottes Menschen terrorisiert, missbraucht den Namen Gottes und lästert Gott. Wir weisen auf das Schärfste ein solches Vorgehen und einen „Staat“ zurück, dessen Grundlage Terror, Unterdrückung und Folterung sind. Diese eindeutige Stellungnahme gegen die terroristische Gewalt und für eine Solidarität mit den Verfolgten ist Ausdruck unseres Glaubens sowie der Glaubwürdigkeit unserer interreligiösen Dialoge und christlich-muslimischen Beziehungen.

Gewalt darf um Gottes und der Menschen willen nicht sein!

Köln, 05.09.2014
Für die Georges-Anawati-Stiftung 

Dietger Freiherr von Fürstenberg

Dr. Gregor Freiherr von Fürstenberg

Konrad von Bonin

Pater Hans Vöcking

Prof. Dr. Mouhanad Khorchide

Dr. Ahmet Ünalan  

 

 

Auszug aus dem offenen Brief, unterzeichnet von über 120 islamischen Gelehrten, an Dr. Ibrāhīm ʿAwwād al-Badrī alias ,,Abū Bakr al-Baġdādī" und an die Kämpfer und Anhänger des selbsternannten ,,Islamischen Staates";

Übersetzung: Muhammad F. Bayraktar; aus CIBEDO-Beiträge 3/2014

 

Solidarität mit verfolgten Christen - eine Erklärung französischer Muslime

 

 

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Pax-Bank-Preis 2014 für die Katholische Friedensstiftung aus Hamburg

Auf Vorschlag der Georges-Anawati-Stiftung erhielt die Katholische Friedensstiftung am 23.06.2014 im Rahmen einer Feierstunde in Köln den diesjährigen Pax-Bank-Preis für außerordentliche Verdienste im interreligiösen Dialog zwischen Christen und Muslimen. Klaus Schraudner, Vorstandsvorsitzender der Pax-Bank, überreichte den mit zweitausendfünfhundert Euro dotierten Preis an Stiftungsvorstand Heinz-Gerhardt Justenhoven.
Unter dem Leitsatz „Frieden beginnt im Kopf“ fördert die Katholische Friedenstiftung seit über 30 Jahren die Forschungsarbeit des Instituts für Theologie und Frieden in Hamburg, einer wissenschaftlichen Einrichtung in Trägerschaft der katholischen Kirche. Im Zentrum der Forschung steht die politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Fragen des Friedens aus theologisch-ethischer Perspektive. In seiner Laudatio betonte Christoph Berndorff, Ex-Vorstandschef und ehemaliger Initiator des Pax-Bank Preises, „Frieden – das ist das eigentliche Ziel aller Religionen.“

 

 

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Neue Herausgeber der Buchreihe.
Verabschiedung von Rotraud Wielandt und Christian W. Troll 
 

Mit einem Kolloquium „Religion und Gesellschaft. Modernes Denken in der islamischen Welt“ am 30.10.2013 in der Ruhr-Universität Bochum wurden die bisherigen Herausgeber der Buchreihe der Georges-Anawati-Stiftung, Professorin Dr. Rotraud Wielandt und Professor Dr. Pater Christian Troll SJ, geehrt. Sechs Bände wurden von 2006 bis 2012 von ihnen herausgegeben. Gregor von Fürstenberg, Vorsitzender des Stiftungsrates, hob in seinem Dankwort die Kontextualität und dialogische Ausrichtung aller Bände hervor. Pater Felix Körner SJ hob in seiner Laudatio unter anderem die internationale Vernetztheit der beiden Herausgeber in der Wissenschaft, ihre umfassende Kenntnis der Sprachen und Kulturen der islamischen Welt und ihr Interesse am modernen islamischen Denken hervor. Diese Qualifikationen und Haltungen machen die Qualität jedes einzelnen Bandes aus.
Der Dominikaner Professor Emmanuel Pisani (Paris) befasste sich in seinem Festvortrag mit Fragen eines islamischen Humanismus als eine Antwort auf die Herausforderung der Postmoderne in einer religiös pluralen Gesellschaft. Der denkerische Ansatz von Abû Hâmid al-Ghazâlî (1058-1111) bot E. Pisani die Grundlage zu einer kenntnisreichen und spannenden Auseinandersetzung.
Hier finden Sie den Vortrag von P. Pisani und die deutsche Übersetzung.

Als neue Herausgeber der Buchreihe wurden vorgestellt: Prof. Dr. Stefan Reichmuth, (Ruhr-Universität Bochum), Prof. Dr. Thomas Eich (Universität Hamburg) und Mouhanad Khorchide (Universität Münster). 
  

 
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Entsetzen und Trauer - Erklärung der Georges-Anawati-Stiftung zur Eskalation der Gewalt in Ägypten

Die Eskalation der Gewalt in Ägypten mit Hunderten von Toten und Verletzten löst Entsetzen und Trauer aus – Trauer über die Opfer, aber auch über die nachhaltige Beschädigung und Zerstörung der demokratischen Entwicklung. Als Georges-Anawati-Stiftung fühlen wir uns schon durch den Namensgeber unserer Stiftung, den lange Jahre in Kairo tätigen Dominikanerpater Georges Anawati (1905-1994), mit Ägypten verbunden.
Die Zerrissenheit und Unversöhnlichkeit innerhalb des Volkes schmerzen uns, sie führen zu immer neuer Gewalt. Kleinere soziale Gruppen und religiöse Gemeinschaften werden in dieser Situation häufig zum Opfer von Polarisierung. Gewalt gegen Christen und Anschläge auf Kirchen erschüttern uns. In diesen Tagen der Gewalteskalation fühlen wir uns mit den unschuldigen Opfern der Gewalt und ihrer Familien solidarisch. Besonders verbunden fühlen wir uns mit den Christen in Ägypten. Wir hoffen, dass die Besonnenen und Dialogbereiten in allen gesellschaftlichen Gruppen gehört werden und Wege zur Beendigung von Gewalt eingeschlagen werden können.
Wir erwarten von der internationalen Politik, den christlichen und muslimischen Gemeinschaften und Autoritäten, dass sie ihren Einfluss geltend machen, um das Blutvergießen in Ägypten zu beenden. 

 
Aufruf von Boutros Kamal Fahim, Koptisch-katholischer Bischof von Minia

 


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GAS10 Jahre Georges-Anawati-Stiftung 

 

Am 12. Oktober 2010 feierte die Georges-Anawati-Stiftung in Köln ihr zehnjähriges Bestehen. Der CDU-Politiker Armin Laschet ehrte die Stiftung durch einen Beitraq, in dem er seine Erfahrungen als erster Integrationsminister in Deutschland schilderte. Er warnte davor, in der aktuellen Debatte die Religion für Defizite in der Integration verantwortlich zu machen.
Den Festvortrag hielt der Schriftsteller Zafer Șenocak, der sehr eindrücklich mit Bezug auf die Geschichte der eigenen Familie von seinen „Erfahrungen aus dem Land hinter den Buchstaben“ erzählte. Auch er warnte vor einem vereinfachenden Schwarz-Weiß-Denken im Umgang mit Muslimen und dem Islam.

Der Stifter Dietger Freiherr von Fürstenberg, erläuterte in seiner Begrüßung, was ihn vor zehn Jahren veranlasst hatte, die Stiftung zu gründen. Im abschließenden Dankeswort blickte der Vorsitzende der Stiftung Dr. Gregor Freiherr von Fürstenberg auf zehn Jahre erfolgreicher Arbeit zurück und stellte gerade angesichts der aktuellen Integrationsdebatte in Deutschland die bleibenden Aufgaben und Herausforderungen für die Stiftung heraus.

 

Pressestimmen: Kölnische Rundschau  Katholische Nachrichtenagentur  Presseamt des Erzbistums Köln

 


Aus Anlass des Jubiläums hat die Stiftung zwei Bücher herausgegeben: 

 

 

georges_anawati

Jean-Jacques Pérennès: Georges Anawati (1905-1994)

Ein ägyptischer Christ und das Geheimnis des Islam.

Herder 2010
ISBN 978-3-451-30379-1

19,95 € (Bestellungen über den Buchhandel) 

Weitere Informationen...

 

 

 

 

 

 

 

 

Nostra_aetateHans Vöcking (Hg): Nostra Aetate und die Muslime

Eine Dokumentation

Herder 2010

ISBN 978-3-451-30391-3

12,95 € (Bestellungen über den Buchhandel)

 

Weitere Informationen... 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Eine heftige Debatte über Integration ist in Deutschland entbrannt. Viele melden sich zu Wort, um mit Pauschalurteilen Menschen, besonders Muslime, in unserem Land zu diffamieren und zu verleumden.
Auch wenn Versäumnisse, Fehler und Untätigkeit in der Integrationspolitik zu beklagen sind, kann der Einsatz von vielen Initiativen auf Erfolge bei der Integration verweisen. Die Georges-Anawati-Stiftung fördert seit ihrer Gründung vor zehn Jahren solche Initiativen. Der Band 5 der Schriftenreihe der Stiftung "Dialog im Leben" zeigt ein eindrucksvolles Beispiel eines Engagements.
Zur Debatte über die Äußerungen von Thilo Sarrazin schließt sich die Georges Anawati-Stifungder Erklärung des Präsidenten des ZdK, Alois Glück, an.
"Das Menschenbild von Thilo Sarrazin und seine Thesen treffen uns alle und fordern unseren entschiedenen Widerspruch. Unsere freiheitliche Demokratie ermöglicht solche Meinungsäußerungen, sie sind aber im Stil und Inhalt ein Spiel mit den Ängsten und geistige Brandstiftung. Deshalb ist Widerstand und Auseinandersetzung notwendig. Von seinen Positionen sind nicht nur die Migranten betroffen, sein Menschenbild trifft uns alle. Es stellt die Grundlagen unserer humanen Gesellschaft infrage.
Die Basis der Argumentation von Sarrazin ist das Erbgut, eine Reduzierung des Menschen auf seine Biologie. Danach werden sie in erwünschte und unerwünschte, brauchbare und unbrauchbare sortiert. Solches Denken war und ist die Grundlage eugenischer Debatten mit einer eigenen Dynamik, bis hin zu den Euthanasieprogrammen. Als Christen sind wir besonders herausgefordert, solchem Denken entschieden Widerstand zu leisten und die Folgen solcher Werturteile zu benennen.
Die Einlassungen von Herrn Sarrazin sind für die Integration nicht hilfreich sondern sie wirken polarisierend und erschweren damit die Aufgabe. Jeder realistisch denkende Beobachter weiß, dass es gravierende Integrationsprobleme insbesondere bei einem Teil der Migranten muslimischen Glaubens gibt, die aus wenig entwickelten Gegenden kommen. Dies ist kein Tabu, das durch Provokationen erst aufgebrochen werden müsste. Es ist aber unerträglich, durch eine solche Argumentation praktisch alle Muslime zu diffamieren.
Unerträglich ist auch, dass Sarrazin die vom Staat zugewiesene institutionelle Aufgabe als Mitglied des Vorstands der Bundesbank nutzt, um seinen privaten Überzeugungen öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen. Mit seiner Sprache und seinem Denken ist er ein Wegbereiter rechtspopulistischer und rechtsradikaler Strömungen, wie wir sie in einigen unseren Nachbarländern in Wahlkämpfen, in der Parteienlandschaft und in den Auswirkungen auf die politische Handlungsfähigkeit dieser Demokratien mit Schrecken beobachten."

 

 

 

 

 

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Jahresbericht 2015
17.02.16 - Der Jahresbericht 2015 ist erschienen.

 
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